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Vorlage · Verbraucherrecht

Abo kündigen: Vorlage, Frist und Bestätigung

Ein Abo kündigen Sie mit wenigen Sätzen. Hier lesen Sie, welche Frist gilt, welche Form genügt und was im Schreiben stehen sollte.

Stand Oktober 2026Lesezeit 4 MinutenKostenlos

Kurz gesagt
  • Frist: Sie steht in Ihrem Vertrag. Bei Verträgen seit dem 1. März 2022 dürfen die Vertragsbedingungen in der Regel höchstens einen Monat Kündigungsfrist vorsehen.
  • Form: Bei Verträgen, die nach dem 30. September 2016 geschlossen wurden, dürfen die Vertragsbedingungen keine strengere Form als die Textform verlangen. Eine E-Mail reicht dann grundsätzlich aus.
  • Wichtigster Punkt: Bitten Sie um eine Bestätigung mit Enddatum und sichern Sie einen Nachweis, dass die Kündigung beim Anbieter angekommen ist.

Wann Sie diesen Brief brauchen

Sie brauchen ihn, wenn Sie ein laufendes Abo beenden wollen: eine Zeitschrift, einen Streamingdienst, eine App oder eine Mitgliedschaft im Internet. Das ist die ordentliche Kündigung. Einen Grund müssen Sie dafür nicht nennen.

Laufzeit und Frist stehen in Ihrem Vertrag. Das Gesetz begrenzt, was in vorformulierten Vertragsbedingungen für regelmäßige Lieferungen oder Dienstleistungen stehen darf. Das betrifft in der Regel auch Abos. Entscheidend ist, wann Sie den Vertrag geschlossen haben:

  • Vertrag seit dem 1. März 2022: Zum Ende der ersten Laufzeit dürfen die Vertragsbedingungen höchstens einen Monat Kündigungsfrist vorsehen. Läuft das Abo danach stillschweigend weiter, also ohne dass Sie etwas Neues vereinbaren, ist das nur noch auf unbestimmte Zeit zulässig. Sie müssen dann jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündigen können.
  • Älterer Vertrag: Nach der früheren Regel konnten die Vertragsbedingungen bis zu drei Monate Kündigungsfrist vorsehen. Das Abo konnte sich stillschweigend um jeweils bis zu ein Jahr verlängern.

Zwei Fälle brauchen ein anderes Schreiben:

  • Widerruf: Haben Sie das Abo erst vor Kurzem im Internet oder am Telefon bestellt, können Sie es oft noch widerrufen. Die Frist dafür beträgt in der Regel 14 Tage. Es gibt Ausnahmen.
  • Wichtiger Grund: Aus einem wichtigen Grund können Sie ohne Frist kündigen. Dafür muss es Ihnen unzumutbar sein, den Vertrag bis zum regulären Ende fortzusetzen. Es kommt auf den Einzelfall an.

Was in die Kündigung gehört

BestandteilWorauf es ankommt
Ihr Name und Ihre AnschriftSo, wie sie im Vertrag oder im Kundenkonto stehen.
Kundennummer oder AbonummerSie steht meist auf der Rechnung. Bei einem Abo im Internet nennen Sie auch die E-Mail-Adresse Ihrer Anmeldung.
EmpfängerIhr Vertragspartner laut Rechnung oder Bestellbestätigung. Bei einem Abo aus einer App oder über eine Plattform kann das ein anderes Unternehmen sein als der Anbieter der Inhalte.
Kündigungssatz„Zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. So müssen Sie das Enddatum nicht selbst ausrechnen.
Bitte um BestätigungSchriftlich oder per E-Mail und mit dem Datum, an dem das Abo endet.
Widerruf der EinzugsermächtigungDas ist Ihre Erlaubnis, vom Konto abzubuchen (SEPA-Lastschriftmandat). Widerrufen Sie sie zum Vertragsende, nicht früher. Was Sie bis dahin schulden, müssen Sie trotzdem zahlen, notfalls per Überweisung.
Datum und NameEinen Brief unterschreiben Sie. Bei einer E-Mail genügt Ihr Name am Ende.
Kurzfassung: ordentliche Kündigung eines Abos

[Ihr Name], [Straße und Hausnummer], [PLZ und Ort]

An: [Name des Anbieters laut Rechnung], [Anschrift oder E-Mail-Adresse des Kundenservice]

[Ort], [Datum]

Betreff: Kündigung meines Abos [Name des Abos], Kundennummer [Kundennummer oder Abonummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich das oben genannte Abo zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung schriftlich oder per E-Mail und nennen Sie mir das Datum, an dem der Vertrag endet.

[Wenn Sie per Lastschrift zahlen: Die Ihnen erteilte Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) widerrufe ich zum Vertragsende. Bitte buchen Sie danach nichts mehr von meinem Konto ab.]

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift bei einem Brief]

[Ihr Name]

Diese Kurzfassung reicht für eine ordentliche Kündigung ohne Begründung. Sie enthält keinen Widerruf des Vertrags und keine Kündigung aus wichtigem Grund. Der Satz zur Einzugsermächtigung ändert nichts daran, was Sie bis zum Vertragsende schulden.

Frist und Versand

Es zählt der Tag, an dem die Kündigung beim Anbieter ankommt, nicht der Tag des Absendens.

Bei Verträgen, die nach dem 30. September 2016 geschlossen wurden, dürfen die Vertragsbedingungen keine strengere Form als die Textform verlangen. Textform heißt: eine lesbare Erklärung mit Ihrem Namen, die sich speichern lässt. Eine Unterschrift von Hand ist dafür nicht nötig. Eine E-Mail reicht also grundsätzlich aus.

Kann man das Abo auf der Webseite des Anbieters abschließen, muss es dort eine gut lesbare Schaltfläche zum Kündigen geben. Kündigen Sie über diese Schaltfläche, muss der Anbieter den Eingang sofort elektronisch bestätigen und das Enddatum nennen. Fehlt die Schaltfläche, obwohl sie vorgeschrieben ist, können Sie jederzeit und ohne Frist kündigen. Kündigen müssen Sie aber trotzdem.

Sichern Sie den Nachweis, dass die Kündigung angekommen ist. Einen Brief schicken Sie am besten als Einwurf-Einschreiben und heben den Beleg auf. Bei einer E-Mail bitten Sie um eine Antwort und speichern sie. Nach einer Kündigung im Internet speichern Sie die Bestätigung oder machen ein Bildschirmfoto.

Häufige Fehler

  • Sie löschen nur die App. Eine Kündigung ist das nicht.
  • Sie nennen ein festes Enddatum und verrechnen sich. Sicherer ist „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“.
  • Sie kündigen nur am Telefon und haben danach nichts in der Hand.
  • Sie stellen die Zahlungen sofort ein oder widerrufen die Einzugsermächtigung zu früh. Bis zum Enddatum läuft der Vertrag weiter, und Sie schulden die Beträge.

Was danach passiert

Der Anbieter sollte die Kündigung bestätigen und das Enddatum nennen. Prüfen Sie dieses Datum. Kommt keine Bestätigung, fragen Sie schriftlich nach und verweisen Sie auf Ihren Nachweis.

Schauen Sie nach dem Enddatum auf Ihre Kontoauszüge. Bucht der Anbieter dann weiter per Lastschrift ab, können Sie sich den Betrag von Ihrer Bank erstatten lassen. Innerhalb von acht Wochen ab der Belastung des Kontos geht das ohne Angabe von Gründen. Beträge, die Sie dem Anbieter schulden, bleiben aber auch nach einer Rückbuchung geschuldet.

So geht es weiter

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Rechtsgrundlage: § 309 BGB, § 312k BGB, § 126b BGB, § 675x BGB. Allgemeine Rechtslage, Stand Oktober 2026. Im Einzelfall können Ausnahmen gelten. Diese Seite und das Muster ersetzen keine Beratung.